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Das Eure?
NATHAN.
Nichts mit größerm! Alles, was
Ich sonst besitze, hat Natur und Glück
Mir zugeteilt. Dies Eigentum allein
Dank ich der Tugend.
DAJA.
O wie teuer laßt
Ihr Eure Güte, Nathan, mich bezahlen!
Wenn Güt, in solcher Absicht ausgeübt,
Noch Güte heißen kann!
NATHAN.
In solcher Absicht?
In welcher?
DAJA.
Mein Gewissen
NATHAN.
Daja, laß
Vor allen Dingen dir erzählen
DAJA.
Mein
Gewissen, sag ich
NATHAN.
Was in Babylon
Für einen schönen Stoff ich dir gekauft.
So reich, und mit Geschmack so reich! Ich bringe
Für Recha selbst kaum einen schönern mit.
DAJA.
Was hilfts? Denn mein Gewissen, muß ich Euch
Nur sagen, läßt sich länger nicht betäuben.
NATHAN.
Und wie die Spangen, wie die Ohrgehenke,
Wie Ring und Kette dir gefallen werden,
Die in Damaskus ich dir ausgesucht:
Verlanget mich zu sehn.
DAJA.
So seid Ihr nun!
Wenn Ihr nur schenken könnt! nur schenken könnt!
NATHAN.
Nimm du so gern, als ich dir geb: - und schweig!
DAJA.
Und schweig! Wer zweifelt, Nathan, daß Ihr nicht
Die Ehrlichkeit, die Großmut selber seid?
Und doch
NATHAN.
Doch bin ich nur ein Jude. - Gelt,
Das willst du sagen?
DAJA.
Was ich sagen will,
Das wißt Ihr besser.
NATHAN.
Nun so schweig!
DAJA.
Ich schweige.
Was Sträfliches vor Gott hierbei geschieht,
Und ich nicht hindern kann, nicht ändern kann, -
Nicht kann, - komm über Euch!
NATHAN.
Komm über mich! -
Wo aber ist sie denn? wo bleibt sie? - Daja,
Wenn du mich hintergehst! - Weiß sie es denn,
Daß ich gekommen bin?
DAJA.
Das frag ich Euch!
Noch zittert ihr der Schreck durch jede Nerve.
Noch malet Feuer ihre Phantasie
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