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SITTAH.
Ei, was sagst du! - Hat indes
Wohl nicht sehr unrecht! - Und so manches, was
Du weißt
?
RECHA.
Weiß ich allein aus seinem Munde
Und könnte bei dem meisten dir noch sagen,
Wie? wo? warum? er michs gelehrt.
SITTAH.
So hängt
Sich freilich alles besser an. So lernt
Mit eins die ganze Seele.
RECHA.
Sicher hat
Auch Sittah wenig oder nichts gelesen!
SITTAH.
Wieso? - Ich bin nicht stolz aufs Gegenteil. -
Allein wieso? Dein Grund! Sprich dreist. Dein Grund?
RECHA.
Sie ist so schlecht und recht; so unverkünstelt;
So ganz sich selbst nur ähnlich
SITTAH.
Nun?
RECHA.
Das sollen
Die Bücher uns nur selten lassen! sagt
Mein Vater.
SITTAH.
O was ist dein Vater für
Ein Mann!
RECHA.
Nicht wahr?
SITTAH.
Wie nah er immer doch
Zum Ziele trifft!
RECHA.
Nicht wahr? - Und diesen Vater -
SITTAH.
Was ist dir, Liebe?
RECHA.
Diesen Vater -
SITTAH.
Gott!
Du weinst?
RECHA.
Und diesen Vater - Ah! es muß
Heraus! Mein Herz will Luft, will Luft
(Wirft sich, von Tränen überwältiget, zu ihren Füßen.)
SITTAH.
Kind, was
Geschieht dir? Recha?
RECHA.
Diesen Vater soll -
Soll ich verlieren!
SITTAH.
Du? verlieren? ihn?
Wie das? - Sei ruhig! - Nimmermehr! - Steh auf!
RECHA.
Du sollst vergebens dich zu meiner Freundin,
Zu meiner Schwester nicht erboten haben!
SITTAH.
Ich bins ja! bins! - Steh doch nur auf! Ich muß
Sonst Hilfe rufen.
RECHA.
(die sich ermannt und aufsteht)
Ah! verzeih! vergib! -
Mein Schmerz hat mich vergessen machen, wer
Du bist. Vor Sittah gilt kein Winseln, kein
Verzweifeln. Kalte, ruhige Vernunft
Will alles über sie allein vermögen.
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